23.07.10
Vatikan Vorreflexionen
Möglicherweise werde ich in Rom ob der Kurche nur Zorn empfinden. Einen neuen Zorn, der nicht mehr von gegensätzlichen Gedankengängen, vielleicht jugendlicher Rebellion herrührt, sondern viel mehr ein Zorn der an all das Leid erinnert das die habgierigen Echsen in diesen ihren steinernen Hallen der so verschiedenen Aussenwelt zugefügt haben. Interessant ist hier, dass ich mich selbst jedoch nicht in einer Erbschuld Deutschlands sehe, gar den gesamten Staat heute für unschuldig erkläre. Warum könnte also diese Kirche noch schuldig sein? Doch wahrlich ich sage euch: Derer die da am grellsten ihre Heiligkeit beschreien sind doch die Ersten die sich an den Werdenden, seien es Kinder oder mögliche zukünftige Großgeister, vergreifen und ihnen mit ihrer uralten, unhinterfragenden Tradition zwar einen 'Halt' geben, der für mich doch eher einer Fessel anmutet die den Mensch daran hindert voran zu schreiten oder ihn gar in die falsche Richtung zieht.
Metatext
Vielleicht schreibe ich in meiner Prosa zu viel Analyse direkt in die Texte hinein, so dass sie dann für manche Leser weniger tief aussehen- Allerdings macht das möglicherweise den Einstieg leichter, da sich wohl auch niemand hinsetzen wird um ernsthaft meine Schreibereien durchzuanalysieren, sie dienen ja zuerst mir als Plattform für Gedankenspiele und Gefühlsergüsse, in zweiter Linie zu deren Austausch mit nahe stehenden Mitmenschen. (Mitmenschen - in dem Wort steckt so viel Selbstidentifikationswille, Suchen nach dem Gemeinschaftsgefühl gemeinsam . Mensch - zu sein.)
Das Leben des Galilei
Brecht zeigt: Auch ein solch großer Mann wie Galileo kann gebrochen werden, ist jetzt nur noch Schatten seiner selbst. Die Frage bleibt: Ist er in seiner Gebrechlichkeit nochmals fähig sich vom Joch der Unterdrückung durch die Inquisition zu befreien? Oder kommet da, welch Ironie, der deus ex machina? Oder geht er nun zugrunde, zeigt damit dem zweit vorschnellen Leser, dass auch er selbst ein Held sein kann, wenn er stärker als Galileo sich gegen Oppression auflehnt, ihr nicht gebricht? Doch ist dies wohl ein Trugschluss, zu groß sind die Mächte die auf Galilei einwirken, vielleicht zu klein die Kräfte die heute an uns zerren, wo ich sie doch sonst immer so groß schreie?
Nutzt den Intellekt!
Wie kann eine Moral vollständig sein, die nach Gründen der Vernunft nicht schlüssig ist? Sich statt auf das rationale Denken auf überholte Traditionen beruft? So könnte man doch sagen die Moral, das 'Gewissen', solle vom Inneren des Menschen, aus ihm heraus, kommen gleichsam der Vernunft, so sehe ich die Vernunft als Grundstein einer jeden Moral die ich bereit wäre zu akzeptieren, denn eine Moral ohne Vernunft, die uns gar vorgibt die Vernunft wäre etwas falsches, dreckiges, gar teuflisches, so wie die Kiche es einst Galilei sagte, ist für mich immer nur ein Dogma, dem Fanatiker hinterherrennen mit blinden, verbundenen Augen.
Um diese Betrachtung jedoch auszuführen sollte ich mich zunächst mit einer Definition von Moral beschäftigen, hierzu sollte beizeiten der Konsens befragt werden, auch wenn mir diese Diskussion um Moral & Ethik bis jetzt zuwider war; möglicherweise findet man ja einen Artikel der zwar gebildet, jedoch auch lehrend, nicht abgehoben anmutet.
Um diese Betrachtung jedoch auszuführen sollte ich mich zunächst mit einer Definition von Moral beschäftigen, hierzu sollte beizeiten der Konsens befragt werden, auch wenn mir diese Diskussion um Moral & Ethik bis jetzt zuwider war; möglicherweise findet man ja einen Artikel der zwar gebildet, jedoch auch lehrend, nicht abgehoben anmutet.
21.07.10
Der Gedankensatz als Gegensatz
Manchmal hat der Mensch nicht sein ganzes Leben im Blick.
Manchmal ist es eben nur dieser kleine, direkte Gedanke, der dich stark vorwärts treibt, dich am lachen und Lächeln hält.
Das macht den Menschen so süß, sein halbfalsches Lächeln, mit dem er Akzeptanz und Freundlichkeit, sowie Sympathie sucht zeigt haargenau wonach er sucht; nach der Freude durch seine Mitmenschen, ja so magst du denken; doch nach einer gewissen Zeit ist es wieder die Einsamkeit nach der er sich sehnt. Auch dies ist nicht die ganze Wahrheit. Es ist vielmehr die Sehnsucht nach der Sympathie und Anerkennung die wir in der Einsamkeit spüren die diesen Gegensatz ermöglicht.
Manchmal ist es eben nur dieser kleine, direkte Gedanke, der dich stark vorwärts treibt, dich am lachen und Lächeln hält.
Das macht den Menschen so süß, sein halbfalsches Lächeln, mit dem er Akzeptanz und Freundlichkeit, sowie Sympathie sucht zeigt haargenau wonach er sucht; nach der Freude durch seine Mitmenschen, ja so magst du denken; doch nach einer gewissen Zeit ist es wieder die Einsamkeit nach der er sich sehnt. Auch dies ist nicht die ganze Wahrheit. Es ist vielmehr die Sehnsucht nach der Sympathie und Anerkennung die wir in der Einsamkeit spüren die diesen Gegensatz ermöglicht.
Erfahrungsverlust
Nach dem Verlust einer Erinnerung könnte man eine Erfahrung als nichtig erklären. Doch ist sie dies dann? Schließlich gehen einem mit dem Tod alle Erfahrungen abhanden. So ist die Amnesie als Tod zwischen dem Orgasmus und dem Endgültigen anzusiedeln, als mittlerer, nun ungewollbarer Tod.
Fremde
Ich bin ohne Fremde.
Was heißt das?
Lebe ich mein Leben ohne den geringsten Gedanken an andere Länder, fremde Sitten, mir ferne Bräuche, Menschen? Bin ich so fokussiert auf das Diesseits, kann ich nicht sehen was hinter dieser Wand steht, und wenn die Wand auch Flughafen heißt? Ist es bereits so weit das das bisschen Fremde mit dem ich mich selbst konfrontiere wieder zur Gewohnheit geworden ist?
Oder bin ich so gesellig, dass ich kennen lerne wen auch immer ich wo auch immer treffe? Kann ich die Persönlichkeiten bereits so in Typen einordnen, dass sie mir nie lange fremd sind? Bin ich offen? Oder gerade dadurch verschlossen? Kann ein Mensch, der offen bereit ist andere anzunehmen, kennen zu lernen, für immer offen sein?
Was heißt das?
Lebe ich mein Leben ohne den geringsten Gedanken an andere Länder, fremde Sitten, mir ferne Bräuche, Menschen? Bin ich so fokussiert auf das Diesseits, kann ich nicht sehen was hinter dieser Wand steht, und wenn die Wand auch Flughafen heißt? Ist es bereits so weit das das bisschen Fremde mit dem ich mich selbst konfrontiere wieder zur Gewohnheit geworden ist?
Oder bin ich so gesellig, dass ich kennen lerne wen auch immer ich wo auch immer treffe? Kann ich die Persönlichkeiten bereits so in Typen einordnen, dass sie mir nie lange fremd sind? Bin ich offen? Oder gerade dadurch verschlossen? Kann ein Mensch, der offen bereit ist andere anzunehmen, kennen zu lernen, für immer offen sein?
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