"All of this like some ancient anointing. So be it. Evoke the forms. Where you've nothing else construct ceremonies out of the air and breath upon them."
- Cormac McCarthy, "The Road"
23.07.10
Glückseligkeit den Dummen
Ich habe totale Angst vor der Nichtexistenz, die meiner Meinung nach dem Tod folgt. Es wäre schön und gemütlich sich selbst durch eine Religion zu belügen, aber das läuft hier drin nicht so einfach.
Endlich
Desto mehr ich sehe, desto mehr neue Leute ich kennen lerne; desto mehr und sicherer kann ich sagen: Liebe, Gefühle im Allgemeinen, aber die Liebe im Besonderen für unsere Zwecke, ist kontrollierbar, es ist möglich sich en force in jemanden zu verlieben, es ist möglich es sein zu lassen; es ist alles eine Frage der Gedankenkontrolle, der Fähigkeit seinen eigenen Körper zu beeinflussen die gewünschten Hormone auszuschütten und die falschen zu ignorieren. Dies ist eine sehr wertvolle Erkenntnis, sie macht es möglich bei weitem geschickter durchs Leben zu manövrieren, im Alltag als im Berufs- oder Bildungsleben.
Vatikan Vorreflexionen
Möglicherweise werde ich in Rom ob der Kurche nur Zorn empfinden. Einen neuen Zorn, der nicht mehr von gegensätzlichen Gedankengängen, vielleicht jugendlicher Rebellion herrührt, sondern viel mehr ein Zorn der an all das Leid erinnert das die habgierigen Echsen in diesen ihren steinernen Hallen der so verschiedenen Aussenwelt zugefügt haben. Interessant ist hier, dass ich mich selbst jedoch nicht in einer Erbschuld Deutschlands sehe, gar den gesamten Staat heute für unschuldig erkläre. Warum könnte also diese Kirche noch schuldig sein? Doch wahrlich ich sage euch: Derer die da am grellsten ihre Heiligkeit beschreien sind doch die Ersten die sich an den Werdenden, seien es Kinder oder mögliche zukünftige Großgeister, vergreifen und ihnen mit ihrer uralten, unhinterfragenden Tradition zwar einen 'Halt' geben, der für mich doch eher einer Fessel anmutet die den Mensch daran hindert voran zu schreiten oder ihn gar in die falsche Richtung zieht.
Metatext
Vielleicht schreibe ich in meiner Prosa zu viel Analyse direkt in die Texte hinein, so dass sie dann für manche Leser weniger tief aussehen- Allerdings macht das möglicherweise den Einstieg leichter, da sich wohl auch niemand hinsetzen wird um ernsthaft meine Schreibereien durchzuanalysieren, sie dienen ja zuerst mir als Plattform für Gedankenspiele und Gefühlsergüsse, in zweiter Linie zu deren Austausch mit nahe stehenden Mitmenschen. (Mitmenschen - in dem Wort steckt so viel Selbstidentifikationswille, Suchen nach dem Gemeinschaftsgefühl gemeinsam . Mensch - zu sein.)
Das Leben des Galilei
Brecht zeigt: Auch ein solch großer Mann wie Galileo kann gebrochen werden, ist jetzt nur noch Schatten seiner selbst. Die Frage bleibt: Ist er in seiner Gebrechlichkeit nochmals fähig sich vom Joch der Unterdrückung durch die Inquisition zu befreien? Oder kommet da, welch Ironie, der deus ex machina? Oder geht er nun zugrunde, zeigt damit dem zweit vorschnellen Leser, dass auch er selbst ein Held sein kann, wenn er stärker als Galileo sich gegen Oppression auflehnt, ihr nicht gebricht? Doch ist dies wohl ein Trugschluss, zu groß sind die Mächte die auf Galilei einwirken, vielleicht zu klein die Kräfte die heute an uns zerren, wo ich sie doch sonst immer so groß schreie?
Nutzt den Intellekt!
Wie kann eine Moral vollständig sein, die nach Gründen der Vernunft nicht schlüssig ist? Sich statt auf das rationale Denken auf überholte Traditionen beruft? So könnte man doch sagen die Moral, das 'Gewissen', solle vom Inneren des Menschen, aus ihm heraus, kommen gleichsam der Vernunft, so sehe ich die Vernunft als Grundstein einer jeden Moral die ich bereit wäre zu akzeptieren, denn eine Moral ohne Vernunft, die uns gar vorgibt die Vernunft wäre etwas falsches, dreckiges, gar teuflisches, so wie die Kiche es einst Galilei sagte, ist für mich immer nur ein Dogma, dem Fanatiker hinterherrennen mit blinden, verbundenen Augen.
Um diese Betrachtung jedoch auszuführen sollte ich mich zunächst mit einer Definition von Moral beschäftigen, hierzu sollte beizeiten der Konsens befragt werden, auch wenn mir diese Diskussion um Moral & Ethik bis jetzt zuwider war; möglicherweise findet man ja einen Artikel der zwar gebildet, jedoch auch lehrend, nicht abgehoben anmutet.
Um diese Betrachtung jedoch auszuführen sollte ich mich zunächst mit einer Definition von Moral beschäftigen, hierzu sollte beizeiten der Konsens befragt werden, auch wenn mir diese Diskussion um Moral & Ethik bis jetzt zuwider war; möglicherweise findet man ja einen Artikel der zwar gebildet, jedoch auch lehrend, nicht abgehoben anmutet.
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